70 Euro sind zu viel

70 Euro

sind zu viel

Elternaktion für bezahlbare Kita- und Hortbeiträge in der Verbandsgemeinde Flechtingen.

25. November, 18.30 Uhr
in Flechtingen

Haus der Jugend und Vereine

Familie muss bezahlbar bleiben

Die Verbandsgemeinde Flechtingen plant eine pauschale Erhöhung der Kita- und Hortbeiträge um 70 Euro pro Monat und Kind. Wir, die Bürgerinnen, Bürger und Wähler dieser Region, kritisieren diese familien- und kinderfeindliche Entscheidung scharf – und wir werden sie nicht einfach hinnehmen.

Das halten eure Wähler von den Plänen

Toni Hollekamp

Aus meiner Sicht verfolgt die Verbandsgemeinde leider einen falschen Ansatz. Eine Erhöhung der Gebühren für die Betreuung unserer Kinder wird sich langfristig nicht auszahlen. Es wird weder dazu führen, dass sich die Geburtenrate verbessert, noch dazu die Gemeinde für potentiellen Zuzug von Familien attraktiver zu machen. Denn leider wird das Geld nicht dafür verwendet werden die Bedingungen in den Einrichtungen zu verbessern oder die Erzieher besserzustellen. Egal wo Geld fehlt, sollte die Mehrbelastung von Familien und Kindern nicht die erste, sondern eher die letzte Möglichkeit zur Restauration des Gemeindehaushaltes sein!
Ich persönlich lehne jegliche Erhöhung der Beiträge ab.

Lars Hering

Eine Erhöhung um 70 Euro kommt nicht infrage! Wieso schaffen es andere Gemeinden in Sachsen-Anhalt, die Beiträge niedrig zu halten? Bei dieser Pflichtaufgabe der Verbandsgemeinde dürfen die Eltern mit ihren Kindern nicht darunter leiden. Das ist unsere Zukunft!

Mandy

70 Euro Aufschlag pro Kind, egal ob Schulhort oder Kita? Das ist zu viel! Manche Eltern haben ein, vielleicht auch zwei oder drei Kinder in der Betreuung oder sind alleinerziehend und haben eh schon mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen.

Isabel

Das es eine Erhöhung geben muss verstehe ich, aber sie muss sozial, fair, gerecht und gesellschaftlich vertretbar bleiben.

Angela L.

Kinder sind unsere Zukunft und unser wertvollstes Gut. Familien sollte unsere volle Unterstützung gelten. Statt dessen wird rücksichtslos in die Taschen derjenigen gegriffen, die in diesem Land den Laden am Laufen halten – begründet mit sinkenden Geburtenraten und steigenden Kosten.

Die Kassen der Kommunen sind leer, auch aufgrund massiver Fehlentscheidungen der Politik in den letzten 10 Jahren. Diese jetzt den Bürgern anzulasten, ist für den Augenblick vielleicht der einfachste Weg, wird langfristig jedoch zu weiter sinkenden Geburtenraten führen, da sich jeder zweimal überlegt, ob er sich ein zweites oder gar drittes Kind leisten kann.

Natürlich sind die Kosten gestiegen,  das betrifft alle in unserem Land und ganz besonders die Familien. Dass nach wie vor Milliarden in alle Welt verteilt werden, manche Familien aber nicht mehr wissen, wie sie über den Monat kommen, kann niemandem mehr vermittelt werden. Da braucht sich auch keiner mehr über Wahlprognosen zu wundern.

Jasmin Neubauer

Die Beitragserhöhung für Kita und Hort in der VG Flechtingen empfinde ich als ungerecht und enttäuschend. Gerade in der heutigen Zeit, in der viele Familien ohnehin mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen, ist eine solche Mehrbelastung schwer zu stemmen.

Kinderbetreuung darf kein Luxus sein – sie ist eine gesellschaftliche Aufgabe und Grundvoraussetzung für Chancengleichheit.

Ein Kita- oder Hortplatz muss für ALLE Familien bezahlbar bleiben, unabhängig vom Einkommen. Bildung beginnt im frühkindlichen Alter – und sollte nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Diese Erhöhung trifft viele Familien hart und sorgt für Unsicherheit und Unmut.

Was besonders frustrierend ist: Die Betreuungszeiten sind nicht flexibel wählbar. Wir benötigen den Hort lediglich für eine Stunde am Tag, mussten aber gezwungenermaßen drei Stunden buchen – und bezahlen. Das steht in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Nutzung. Eine faire, bedarfsgerechte Lösung wäre dringend nötig. So, wie es aktuell geregelt ist, werden Eltern unnötig belastet.

Nancy Krehl

Der demografische Wandel ist auch in der VG Flechtingen angekommen. Die Kinderzahlen sinken, die Beiträge aber sollen steigen. Ziel sollte es doch sein, Familien hier zu halten und den Zuzug von Familien zu fördern, damit die Kinderzahlen in den Einrichtungen stabil bleiben. So hält man perspektivisch auch die Einrichtungen/Schulen/Arbeitsplätze etc..

Familien vergleichen beim Umzug nicht nur Mieten, sondern auch monatliche Fixkosten (darunter Kinderbetreuung).

Hohe Beiträge signalisieren: „Familienfreundlichkeit ist hier nicht oberste Priorität.“

Langfristig leidet darunter:

  • Zuzug junger Familien
  • Schülerzahlen
  • Attraktivität für Arbeitgeber, die junge Fachkräfte anziehen wollen

 

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht auch nicht mehr, wenn die Kinder aus den Horteinrichtungen abgemeldet oder Betreuungsstunden herunter gesetzt werden müssen. Die Kinder leiden doch am meisten darunter, wenn sie nicht mehr in den Hort können und allein nach Haus müssen.

Wir nutzen den Hortplatz 1,5 h/Tag, bezahlen müssen wir schon den Mindestsatz von 3h/Tag. Wir nutzen somit 30h/Monat bezahlen jedoch 60h/Monat. Zukünftig sollen wir statt 100€/Monat (pro Kind 50€) 240€/Monat (pro Kind 120€) zahlen. Mehrkosten i.H.v. 1.680€ im Jahr 2026 für Betreuungsstunden, die wir nicht mal benötigen.

Besonders enttäuscht bin ich über das Verfahren der Anhörung der Elternvertretungen zur geplanten Satzungsänderung. Teilweise gab es hier den Hinweis „Stillschweigen zu bewahren“, die Eltern wurden somit nicht informiert. Die Kuratorien wurden auch nicht ordnungsgemäß über das Anhörungsverfahren aufgeklärt. Viele Eltern, insbesondere junge Familien, engagieren sich ehrenamtlich in Kuratorien, um Verantwortung zu übernehmen und sich konstruktiv einzubringen. Wenn dieses Engagement aber nicht ernst genommen wird, verlieren sie das Vertrauen in politische Prozesse. So gewinnt man keine jungen Leute für kommunale Mitarbeit – man verliert sie!

Nicole Franke

Wir alle wünschen uns das Beste für unsere Kinder – und dazu gehört, dass sie unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern gleiche Chancen auf Bildung und Betreuung haben. Eine Erhöhung der Kindergartengebühren um 70 Euro trifft besonders Familien mit mittlerem oder geringem Einkommen hart. Viele Eltern müssen ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen. Diese Belastung gefährdet nicht nur einzelne Haushalte, sondern schwächt das Vertrauen in eine familienfreundliche Politik. Unsere Kinder dürfen nicht die Leidtragenden von Sparmaßnahmen sein. Eine gute, bezahlbare Kinderbetreuung ist keine Frage des Luxus, sondern der Gerechtigkeit.

Sebastian Petersen

Die Verbandsgemeinde will eine Gebührenerhöhung, um Haushaltslöcher zu stopfen. Nicht, um den Betreuungsschlüssel zu verbessern, nicht, um unser Betreuungspersonal besser zu stellen, nein – um diffuse Haushaltslöcher zu stopfen…

Wir lehnen Gebühren­erhöhungen ab!

Die geplante Anhebung der Kita- und Hortbeiträge um 70 Euro pro Monat ist für viele Familien in unserer Verbandsgemeinde nicht nachvollziehbar – und aus sozialer wie politischer Sicht das falsche Signal.

Schon heute liegen die Elternbeiträge in Flechtingen rund 35 Euro über dem Landesschnitt. Gleichzeitig gehört Sachsen-Anhalt zu den Bundesländern mit den schlechtesten Betreuungsschlüsseln in Deutschland. Mit anderen Worten: Eltern zahlen hier überdurchschnittlich viel, erhalten aber unterdurchschnittliche Betreuungsbedingungen.

Viele Angebote der Kindertageseinrichtungen existieren inzwischen nur noch auf dem Papier, weil es an qualifiziertem Personal fehlt. Der Alltag in den Einrichtungen wird mit großem Engagement seitens der Erzieher und Eltern gemeistert – doch die Realität ist geprägt von Fachkräftemangel und Überlastung.

Unter diesen Umständen eine weitere Beitragserhöhung zu beschließen, ist in keinster Weise zu rechtfertigen: Weder aus einer linken sozialpolitischen Perspektive, die Familien entlasten sollte, noch aus einer konservativen Sicht, die eine starke Kernfamilie vorsieht.

Familie darf kein Luxus werden!

Familien, die Leistungsträger in Deutschland, brauchen Planungssicherheit, Verlässlichkeit und faire Bedingungen – keine weiteren Belastungen.

Statt über höhere Elternbeiträge zu diskutieren, sollte die Verbandsgemeinde gemeinsam mit dem Landkreis Börde sowie dem Land Sachsen-Anhalt nach nachhaltigen Lösungen suchen: für mehr Personal, bessere Rahmenbedingungen und eine Finanzierung der frühkindlichen Bildung aus vorhandenen Mitteln, die wir mit unseren Steuern bereitstellen.

Denn gute Kinderbetreuung ist kein Luxus, sondern eine gesellschaftliche Investition in die Zukunft – und darf weder vom Einkommen noch vom Wohnort abhängen.

Und eines sollte den Verantwortlichen klar sein:
Wer Familien und arbeitende Menschen dauerhaft überfordert, darf sich bei den kommenden Landtagswahlen nicht wundern, wenn sich die Wählerinnen und Wähler an genau diese Entscheidungen erinnern – und entsprechend handeln.

Wir danken euch für eure Unterstützung!

Die Fakten

Deshalb fordern wir

70 Euro sind zu viel! - Konzept & Umsetzung: Sebastian Petersen / Philigran Studio
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